Weniger Hunger durch eine operative Magenverkleinerung

Eine operative Magenverkleinerung ist für viele Menschen mit starkem Übergewicht die letzte Chance, schnell Gewicht zu verlieren und zurück in ein gesundes Leben zu kommen. Obwohl Übergewicht generell ungesund ist, ist es um so ungesünder und krankhaft, je stärker es ist. Oft ist bei Menschen, die unter krankhafter Adipositas (Fettleibigkeit) leiden, der Magen gedehnt.

Diese Dehnung hat sich über die Jahre eingestellt, weil immer viel gegessen wurde. Durch das viele Essen wurde immer wieder der Magen stark gefüllt und gedehnt. Dadurch hat sich der Körper darauf eingestellt. Der Magen hat sich vom Volumen her vergrößert.

Kleiner Magen = schneller satt sein

Mit einem vergrößerten Magen ist es wiederum schwieriger, satt zu werden. Das Sättigungsgefühl tritt nämlich vor allem dann ein, wenn der Magen gefüllt ist. Neben dem mechanischen Füllen des Magens spielt auch die Hormonausschüttung des Magens eine Rolle für die Sättigung. Der Magen produziert das Hormon Ghrelin, das wiederum Hungergefühl erzeugt.

Wenn alle Versuche abzunehmen gescheitert sind, entscheiden sich deshalb viel fettleibige Menschen für eine Magenverkleinerung.

Es gibt verschiedenen Mittel und Wege, das Volumen des Magens zu verkleinern.

  1. Schlauchmagen
    Ein Schlauchmagen, auch Schlauchmagenbildung genannt, ist eine OP, bei der das Magenvolumen verkleinert wird indem Teile des Magens operativ entfernt werden. Durch das teilweise Herausschneiden des Magens und das anschließende Zunähen, bleibt ein „schlauchförmiger“ Magen zurück, dessen Volumen kleiner ist.
    Mehr Infos über Schlauchmagen.
  2. Magenbypass
    Bei einem Magenbypass wird der Magen in seinem oberen Bereich durchgeschnitten. Der obere Teil des Magens (über dem Schnitt) wird Magenpouch oder Restmagen genannt. Unterhalb des Magens wird der Dünndarm durchtrennt. Danach wird der Dünndarm mit dem Restmagen verbunden. Die Nahrung gelangt also beim Essen als erstes in den kleinen Restmagen und von dort dann direkt in den Dünndarm. Die Nahrung wird also quasi am eigentlichen Magen „vorbei geschleust“.
    Mehr Infos über Magenbypass.
  3. Magenband
    Ein Magenband ist ein Band aus Silikon, das im oberen Bereich um den Magen gelegt wird. Der Magen wird mit dem Band ein Stück weit „zugeschnürt“. So entsteht eine Verengung innerhalb des Magens, durch die die Nahrung nach dem Essen nur langsam in den Hauptteil des Magens gelangt. Auf diese Weise ist es nicht mehr möglich, große Mengen an Nahrung auf einmal zu essen. Das Gesamtvolumen des Magens wird ebenfalls verkleinert.
    Im Prinzip wird durch ein Magenband der Magen selbst nicht verkleinert. Sein Volumen zwar schon etwas. Aber der „Hauptteil der Idee“ ist die Verengung, durch die die Aufnahmefähigkeit des Magens verzögert wird. Es ist bei einem Magenband eine OP nötig. Ein Magenband ist keine „echte Magenverkleinerung„.
    Mehr Infos über Magenband.
  4. Magenballon
    Ein Magenballon ist im Prinzip ein Ball, der (meist per Magenspiegelung) in den Magen gebracht wird. Durch das Volumen des Magenballons ist im Magen weniger Platz für Nahrung.  Der Magen ist so beim Essen schneller voll und man ist schneller satt. Im Vergleich zu einem Schlauchmagen, einem Magenbypass und einem Magenband ist bei einem Magenballon keine OP notwendig.
    Abnehmen ohne OP: Ein Magenballon ist im Vergleich zu einem Schlauchmagen und einem Magenbypass auch keine „echte Magenverkleinerung„.
    Mehr Infos über Magenballon.