Kalorien sparen mit Genuss: Clever süßen mit Stevia

Es war eine lange Odyssee, doch seit 2011 ist Stevia nun endlich im freien Handel erhältlich. Der alternative Süßstoff hat sich zwar binnen kürzester Zeit einen Namen gemacht, doch dieser Hype war vorerst auf Insiderkreise beschränkt.

Erst nach langwierigen Prüfverfahren im europäischen Raum wurde die Zulassung erlaubt; seit her darf das Produkt sowohl in verarbeiteter Form als auch als reines Süßungsmittel berkauft werden.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Stevia“?

Stevia, das auch als Süßkraut oder Zuckerblatt bekannt ist, ist ein rein pflanzlicher Süßstoff. Er wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen. Sein Süßstoff Steviolglycosid hat 300 mal mehr Süßkraft als herkömmlicher Zucker, ist dabei jedoch komplett kalorienfrei und eignet sich daher hervorragend für Diabetiker.

Stevia: Vom südamerikanischen Urwald nach Europa

Stevia wird in weiten Teilen der Welt verwendet. Erstmals klassifiziert wurde es 1887 im südamerikanischen Raum, wo es sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Auch Japan kann auf eine lange Verwendungshistorie mit Stevia zurückblicken; relativ neu ist der Einsatz in den USA, Kanada, Russland, Australien und im europäischen Raum.

Welche Vorteile ergeben sich gegenüber herkömmlichen Süßungsmitteln?

Stevia ist ernährungsphysiologisch deshalb so interessant, weil viele Nachteile von herkömmlichen Süßungsmittel beim Gebrauch von Stevia wegfallen. Im Gegensatz zum normalen Zucker, der eine beträchtliche Anzahl an Kalorien enthält und somit den Blutzuckerspiegel nachhaltig beeinflusst, ist Stevia komplett kalorienfrei.

Rohrzucker, Rübenzucker und Stevia im Vergleich

Auch sind keine Unverträglichkeiten bekannt, wie sie beim Einsatz von Sorbit möglich sind. Rohrzucker und Rübenzucker, die gerne als gesunde Alternative genutzt werden, verursachen leider genauso häufig Karies wie regulärer Zucker – Stevia hingegen schädigt die Zähne nicht.

Auf welche Weise kann Stevia verwendet werden?
Prinzipiell lässt sich sagen, dass Stevia für alle Zubereitungsarten verwendet werden kann. Es kann sowohl in kalte als auch warme Gerichte eingerührt werden, kann zum Backen und Kochen verwendet werden und ist bis 200 Grad temperaturbeständig.

Durch seine hohe Süßkraft fällt der Verbrauch sehr gering aus, wodurch Stevia sich auch preislich relativiert. Darüber hinaus wirkt es in den meisten Fällen als natürlicher Geschmacksverstärker.

Die Kehrseite der Medaille

Abschließend muss erwähnt werden, dass der Eigengeschmack von Stevia sehr prägnant ist. Er unterscheidet sich deutlich vom herkömmlichen Zuckergeschmack und ist daher nicht jedermanns Fall: Stevia erinnert an den künstlichen Geschmack von Sorbit, ist zuerst sehr süß, hat aber einen leicht bitteren Nachklang. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Stevia unbedingt vor dem Einsatz in der Küche zu testen.