Das richtige Lauftraining für Anfänger (Teil 3: Probleme lösen)

Einen Trainingsplan zu haben, nach dem man sein Lauftraining richtet, finde ich aus zwei Gründen wichtig.

  1. Er schützt einen vor Überforderung, wenn man zu euphorisch wird.
  2. Er treibt einen an, wenn man keine Lust hat.

Zusammengefasst: Der Laufplan sorgt für Beständigkeit beim Training.

Überforderung vermeiden

Der Punkt mit der Überforderung kann ein echtes Problem für Laufanfänger sein. Ich kenne inzwischen echt schon viele Leute, die mit einem super intensiven Lauftraining gestartet haben und es dann recht schnell wieder eingestellt haben. Einerseits wegen Verletzungen und andererseits auch wegen mangelnder Motivation. Wer direkt am Anfang voll durchstartet, hat es natürlich super schwer, eine so hohe Anforderung dauerhaft beizubehalten. Viele Anfänger, die einen sehr hohen Leistungsanspruch beim Laufen an sich haben, brechen dann oft lieber ihr Lauftraining wieder ab anstatt sich einzugestehen, das sie nach Jahren der Unsportlichkeit überhaupt nicht mehr so fit sind und sich ihre Fitness erst nach und nach wieder aufbauen können.

Ruhig auch mal einen Schritt zurück

Als ich nach etwa zwei Monaten eine halbe Stunde am Stück laufen konnte und dabei war, die Laufzeit auf 40 Minuten zu steigern, bekam ich Probleme mit meinen Knien und hatte immer stark angeschwollene Beine beim und nach dem Laufen. Das Training wurde dadurch zur Qual und ich steigerte meine Laufzeit deshalb erst mal nicht mehr weiter. Leider wurden die Probleme dadurch auch nach einigen Trainingseinheiten nicht gelöst. Ich wollte damals mein Training komplett abbrechen und war der Meinung „Laufen ist einfach nichts für mich.„. Dann habe ich aber was gemacht, was mir in der Situation sehr schwer fiel, was sich im Nachhinein aber als sehr clever herausstellte. Und zwar hatte ich mein Training radikal gekürzt auf 20 Minuten lockeres Laufen. Meine Probleme mit den Knien und geschwollenen Beinen lösten sich dadurch ruck-zuck von alleine auf und das Lauftraining machte mir schnell wieder Spaß. Was ich daraus gelernt habe, ist, dass es darum geht, durchzuhalten. Nicht darum, viel oder schnell zu laufen, sondern darum, am Ball zu bleiben. Dass ich damals für ein paar Wochen mit den 20 Minuten weniger intensiv trainiert hatte, sieht heute nur noch wie ein ganz kurzer Abschnitt in meiner „Läuferkarriere“ aus.

So geht´s weiter

Im nächsten Teil dieser Serie geht´s um die ideale Anstrengung beim Laufen, um das Laufen mit einem oder mehreren Trainingspartnern und um meine Erfahrungen in einem Laufkurs.

Eine Meinung zu “Das richtige Lauftraining für Anfänger (Teil 3: Probleme lösen)

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